Die Abfertigungsvorsorge

Vorsorge

Die Gefahr lauert hinter alten Mauern!

Sind Ihre Mitarbeiter erst seit 1. Jänner 2003 bei Ihnen beschäftigt, so sind diese in der Abfertigung Neu. In diesem neuen System zahlen Sie für jeden Arbeitnehmer monatliche Beiträge in die Mitarbeitervorsorgekasse ein - damit haben Sie Ihre Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Ihren Mitarbeitern zur Gänze erfüllt.

Die Gefahr ist aber, dass derzeit sich viele Dienstnehmer noch im alten Abfertigungsrecht befinden. Diese waren also schon vor dem 1.1.2003 beschäftigt - da bauen sich oft unbemerkt hohe Ansprüche Ihrer Mitarbeiter auf und werden dann womöglich in einem für Sie ungünstigen Moment schlagend. Für viele Unternehmer erwachsen daraus massive Zahlungsschwierigkeiten! Eine entsprechende Vorsorge ist daher dringend zu empfehlen.

Im Detail:
Die Abfertigung Alt führt bei vielen Unternehmern zu Liquiditätsengpässen, weil z. B. bei Pensionierungen, Betriebsübergaben, Betriebsschließung oder bei einvernehmlicher bzw. Dienstgeberkündigung viele Mitarbeiter Rechtsansprüche auf mehrere Monatsentgelte Abfertigung haben. Der gesetzliche Umfang sieht eine Abfertigungsleistung gemessen am Bruttojahresgehalt je nach Dienstzugehörigkeit gemäß nachfolgender Aufstellung vor:

 

 Dienstjahre Bruttojahreszwölftel
 3  2
 5  3
 10  4
 15  6
 20  9
 25  12

 

Liquiditäts-Risiko

Das Liquiditäts-Risiko steigt und steigt und steigt!

Früher waren Sie gesetzlich verfplichtet, 25% gemessen am tatsächlichen Abfertigungsanspruch Ihres Mitarbeiters in Wertpapieren (§14 EStG) zu veranlagen, falls Sie in Ihrem Unternehmen steuerliche Rückstellungen für diese Abfertigungsverpflichtungen gebildet hatten. Diese Verpflichtung gibt es seit 1.1.2007 nicht mehr. Viele Unternehmen haben diese Wertpapierdepots aufgelöst - es stehen daher keine Liquiditätsreserven mehr zur Verfügung.

Auch die Höhe der möglichen Rückstellungsbildung in der Steuerbilanz wurde für Mitarbeiter bis zum 50. Lebensjahr von 50% auf 45% gesenkt.

Für Mitarbeiter über dem 50. Lebensjahr bleibt die mögliche Rückstellungshöhe weiterhin bei 60% (jeweils gemessen am tatsächlichen Abfertigungsanspruch Ihres Mitarbeiters).

Die Folge:
Unternehmer, die nicht zeitgerecht vorsorgen, sind möglicherweise - sobald die Abfertigung fällig wird - mit einem Fehlbetrag von 100% der Abfertigungsverpflichtung konfrontiert - siehe Grafik (PDF, 48 KB).

Nur eine maßgeschneiderte Abfertigungsvorsorge ist eine gute Abfertigungsvorsorge. Doch welche Lösung für Ihr Unternehmen die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. Fluktuationsrate, Liquidität, Gewinnsituation etc. Da die Ausgangssituation in jedem Unternehmen anders ist, sind die Lösungsansätze genauso individuell. Unsere Berater helfen Ihnen gerne in einem perönlichen Beratungsgespräch, die optimale Lösung zu finden.

Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch!